waageAuch in zweiter Instanz bekam die Uni recht: Marcel Pohl muss zahlen. Foto: I. Rasche / PIXELIO
News | Studium
Mittwoch, 26. Dezember 2012

Turbo-Student: Klage Studiengebühr-Rabatte erfolglos

Marcel Pohl bekommt keinen Rabatt für sein Studium im Schnelldurchlauf. Auch in zweiter Instanz verlor er den Prozess gegen die Dortmunder Universität. Pohl hatte sein Studium in vier Semestern statt in fünf Jahren beendet.

Die Geschichte um den Turbostudenten Marcel Pohl geht weiter: Pohl legte vorm Landesgericht in Arnsberg Revision gegen das Urteil des Amtsgerichtes ein. Er hatte sein Studium an der privaten Dortmunder Universität in vier Semestern statt in 5 Jahren absolviert. Mit seinem Abschluss kündigte er seinen Studienvertrag und stellte die Zahlungen ein. Dagegen klagte die Universität und bekam vorm Amtsgericht Arnsberg recht. Pohl hätte sein Studium zwar sehr schnell beendet, doch habe er alle Leistungen der Uni in Anspruch genommen. Diese hätte also ihren Vertrag erfüllt, weshalb Pohl auch die vollen Gebühren zahlen müsse. Im Vertrag zwischen Pohl und der Hochschule sei klar festgehalten, dass es sich um die Bezahlung des gesamten Studiums handle und nicht um Semestergebühren, so die Begründung des Urteils.

Gegen dieses Urteil legte der Student vorm Landesgericht Arnsberg Revision ein. Das Landesgericht bestätigte jedoch das Urteil des Amtsgerichts. Somit muss Pohl nun die vollen 21.000 Euro Studiengebühren bezahlen.

Teamarbeit und Disziplin

Pohl absolvierte ein berufsbegleitendes Studium an der Hochschule für Ökonomie und Management Betriebswirtschaft am Standort Dortmund. Um sein Studium in weniger Semestern als üblich zu schaffen, tat er sich mit zwei Kommilitonen zusammen. Sie teilten die Seminare und Vorlesungen untereinander auf und brachten sich in Lerngruppen auf den gleichen Stand. Mit viel Fleiß schaffte Pohl zwei Abschlüsse in nur zwei Jahren, statt in fünf.

(Redaktion)

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