Bachelor oder Master? / Foto: pixabay.comBachelor oder Master? / Foto: pixabay.com
News | Studium
Dienstag, 28. Juli 2015

Bachelor oder Master?

Nach dem Bachelorstudium wissen viele Akademiker nicht, wie es für sie weitergehen soll. Die Möglichkeiten scheinen endlos: Weiterstudieren, Arbeit suchen oder erst mal ins Ausland gehen?

 

Ist der Bachelor erst einmal in der Tasche, stehen viele Absolventen vor der Frage: Wie soll es weitergehen? Master? Arbeiten? Ausland? Fragen über Fragen, auf die jeder seine eigene Antwort finden muss:

 

Der Bachelor

Das Bachelorstudium vermittelt die wichtigsten Grundlagen und Arbeitsweisen im gewählten Studiengebiet. Beim sogenannten Ein-Fach-Bachelor konzentriert man sich schwerpunktmäßig auf ein Studiengebiet. Beim Zwei-Fach-Bachelor kombiniert man zwei gleichberechtigte Fächer oder ein Haupt- und ein Nebenfach. Die Regelstudienzeit umfasst beim Bachelor sechs oder acht Semester. Auslandsaufenthalte können innerhalb des Studiums zudem wahrgenommen werden.

 

Einige Arbeitgeber erwarten für manche Positionen einen Masterabschluss. Das gilt zum Beispiel für wissenschaftliche Mitarbeiterstellen an Universitäten und häufig für Arbeitsplätze in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen. Laut einer Studie des Staufenbiel-Instituts steigt aber die Akzeptanz des Bachelorabschlusses bei Unternehmen seit Jahren. Sie liegt zurzeit bei 85 Prozent.

 

Je größer das Unternehmen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dort Bachelorabsolventen eingestellt werden. In größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind inzwischen bis zu zwei Drittel aller Neueinstellungen Bachelors. Doch viele Unternehmen zahlen Masterabsolventen ein etwas höheres Einstiegsgehalt. Sie wollen somit den zusätzlichen Wissenserwerb entsprechend honorieren. Da allerdings die Bachelors früher in den Beruf starten, steht bei ihnen auch früher die erste Gehaltserhöhung an.

 

Der Master

Wer seinem Bachelor-Fach treu bleiben will, hat zwei Möglichkeiten: Er kann einen breit angelegten Master oder aber ein enger zugeschnittenes Programm wählen. Wie der Bachelor ist auch der Master in Module gegliedert, für die Creditpoints vergeben werden – für beide zusammen sind es 300 Punkte. Am Ende des Studiums müssen die Studenten eine Masterarbeit schreiben, für die sie vier bis sechs Monate Zeit haben. Dafür gibt es zwischen 15 und 30 Creditpoints.

 

Für das Masterstudium kann man nicht nur an eine andere Hochschule wechseln, sondern auch ein neues Fach wählen. Prinzipiell ist die Auswahl an solch offenen Masterprogrammen groß. Doch ist es schwierig, einen Platz für den Wunschmaster zu bekommen, da jede Hochschule selber entscheidet, welches Erststudium sie akzeptiert.

 

Das wichtigste Zulassungskriterium für einen Masterstudium ist jedoch die Bachelornote. Zudem werden ein Motivationsschreiben und bestimmte Zusatzqualifikationen verlangt. Manche Hochschulen laden die Bewerber auch zum Auswahlgespräch ein.

 

Fest steht: Es gibt kein Richtig oder Falsch – jeder muss sich seine eigene Karriereleiter bauen, und selbst entscheiden, ob er nach dem Bachelor ins Berufsleben einsteigen oder weiterstudieren möchte.

(wg_admin)

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