Das Studentenwerk Berlin versucht bereits seit Längerem, Grundstücke für den Bau neuer Wohnheime zu finden. Foto: StuWeBln / wikimedia /  CC-BY-SA-3.0Das Studentenwerk Berlin versucht bereits seit Längerem, Grundstücke für den Bau neuer Wohnheime zu finden. Foto: StuWeBln / wikimedia / CC-BY-SA-3.0
News | Wohnen
Montag, 13. Mai 2013

Berlin: 5000 neue Wohneinheiten für Studenten geplant

Die Berliner Universitäten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, immer mehr Studenten sind dort eingeschrieben. Doch vielen stellt sich noch vor Studienbeginn ein dringendes Problem: die Wohnungssuche. Die Studentenwohnheime sind mit ihren mehr als 9.500 Plätzen derart ausgelastet, dass die Wartezeit mehrere Semester beträgt. Das will der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nun ändern.

Mehr als drei Jahre mussten manche Studenten auf einen Platz in einem Berliner Studentenwohnheim warten. Die zum Teil unzumutbare Wohnsituation der Studenten beschäftigt ebenfalls den Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) . Dieser scheint um eine Lösung bemüht, wie an der Zusammenkunft zu einem Gespräch mit der Chefin des Studentenwerkes Petra Mai-Hartung zu erkennen ist. Dort kündigte Wowereit an, dass in den nächsten Jahren 5.000 neue Plätze in Studentenwohnheimen realisiert werden sollen.

Neue Plätze nur Lückenfüller

Ein enormes Bauvorhaben und doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit den bereits 9.500 vorhandenen Plätzen erhalten lediglich 6,5 Prozent der Studenten in Berlin eine Unterkunft. Verglichen mit Gesamtdeutschland liegt Berlin ungefähr fünf Prozent unter dem Durchschnitt. Die sich ergebende Lücke wird durch die 5.000 neu geplanten Wohneinheiten gerade einmal geschlossen. Die Warteliste des Studentenwerks umfasst derzeit 900 Wohnungssuchende. Wer in das beliebte Szeneviertel Kreuzberg ziehen will, muss mit Wartezeiten von bis zu 40 Monaten rechnen.

Leerstand ist in den Studentenwohnheimen längst ein Fremdwort. Das Studentenwerk hat sich daher vor einiger Zeit für einen Grundstückserwerb in Oberschöneweide beim landeseigenen Liegenschaftsfonds gemeldet. Der Senat gibt aber nur in Ausnahmefällen Grundstücke heraus. Hier hat sich nun Wowereit eingeschaltet und um die Suche nach geeigneten Grundstücken für den Neubau von Studentenwohnungen gebeten.

Bau der Wohnheime finanziert das Studentenwerk

Den Bau der Wohnheime möchte das Studentenwerk selbst finanzieren. Die Rücklagen zur Sanierung bestehender Häuser könnte zum Teil als Eigenkapital für die Neubauten verwendet werden. Dank der guten Bonität wird zudem die Restfinanzierung durch Bankkredite unproblematisch sein. Mai-Hartung freut der Ausgang des Gesprächs und sieht den neuen modernen Studentenwohnheimen mit Spannung entgegen. Auch der Liegenschaftsfonds ließ durch seine Sprecherin Irina Dähne ausrichten, dass dieser gut vorbereitet sei und auch kurzfristig die notwendigen Flächen zur Verfügung stellen könne.

(Redaktion)

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