Erster Job meist über ein Praktikum.Erster Job meist über ein Praktikum. Foto: Benjamin Thorn / PIXELIO
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Mittwoch, 3. April 2013

Den ersten Job bekommen die meisten über ein Praktikum

Wie und wo finden Absolventen von Hochschulen ihren ersten Job? Eine interessante Frage – vor allem auch für die Hochschulabgänger, die jetzt einsteigen wollen. Eine repräsentative Studie aus Bayern ist dieser Frage nachgegangen und hat die Antworten herausgefunden.

Demnach ist die klassische Bewerbung nur noch für jeden zweiten Hochschulabgänger der Schlüssel zum Job. Mehr als ein Viertel findet den Einstieg über Praktika, und die restlichen Studienabgänger verfügen über gute Kontakte und kommen dadurch zu ihrem Arbeitsplatz. Diese Kontakte gingen für ein Zehntel der Befragten über Partner, Verwandte oder Freunde, sechs Prozent kannten den Arbeitgeber bereits aus einer bisherigen Tätigkeit, und fünf Prozent bekamen ohne eigenes Zutun ein Stellenangebot. Damit sind die Wege zur Karriere offenkundig vielfältig.

Einfluss der Art der Stellenfindung auf die Beschäftigungsdauer

Die Studie geht der Frage allerdings etwas wissenschaftlicher auf den Grund. Untersucht wurde nicht nur, wie die Absolventen ihre erste Stelle finden, sondern auch, welchen Einfluss die Stellenfindung auf die Beschäftigungsdauer beim ersten Arbeitgeber haben könnte. Formelle Wege – Zeitungsanzeigen oder auch die Stellenbörse beim Arbeitsamt – stehen beiden Seiten für den ersten Kontakt offen. Beide Seiten können es auch auf informellem Wege – Kontakte über Freunde, Verwandte und Bekannte oder auch durch Praktika und frühere Tätigkeiten – versuchen, zueinander zu kommen. Die Unternehmen können sich dabei sowohl auf ihre Mitarbeiter stützen als auch soziale Netzwerke zur Suche nutzen. Da qualifizierte Kräfte nach wie vor gefragt sind, ist es durchaus nicht unüblich, dass ein Unternehmen bei seinen Stellenangeboten nicht nur auf Stellenanzeigen oder die Präsenz im Internet mit der eigenen Webseite setzt.

Hinsichtlich der Bleibedauer im Unternehmen zeigte sich, dass bei der klassischen Bewerbung nach zehn Monaten die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitgeberwechsels doppelt so hoch war wie bei den Hochschulabsolventen, die den Arbeitsplatz über Praktika und Jobs gefunden haben. Nach zwei Jahren waren die Anzahl der Wechsel allerdings ziemlich ausgeglichen. Übrigens waren die Jobwechsel in Großbetrieben und im Öffentlichen Dienst geringer wie in Klein- und Mittelbetrieben.

(Redaktion)

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