Erstsemestler setzen sich oft unter DruckErstsemester setzen sich oft unter Druck. Gerd Altmann / PIXELIO
News | Studium
Mittwoch, 23. März 2011

Erstsemester: Nur nicht zu sehr stressen lassen!

Vor allem für Studienanfänger stimmt das Klischee des endlos partyfeiernden Studenten, der den halben Tag im Bett verpennt, nicht mehr. Bereits im ersten Semester stehen abschlussrelevante Prüfungen an, easy going war gestern. Für viele bedeutet das von Anfang an eine Menge Stress. Damit das Studium nicht zum Leidensweg wird, sollte der gestresste Student verinnerlichen: Manchmal macht es Sinn, einfach einen Gang runterzuschalten!

Seit der sogenannten Bologna-Reform, also der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an deutschen Hochschulen, steigt die Zahl der Studenten, die Hilfe und Unterstützung eines Psychologen in Anspruch nehmen. Statistisch lässt sich ein Anstieg der „Erstkontakte mit psychologischen Beratungsstellen“ um bis zu 20 Prozent verzeichnen. Dies liegt sicherlich auch daran, dass vor allem die neuen Studiengänge den Studenten ein hohes Leistungspensum schon ab dem ersten Semester abverlangen. So fehlt dem Erstsemestler ein sanfter Einstieg, bei dem er sich an der Uni und mit den Kommilitonen akklimatisieren und Abläufe kennenlernen kann. Dazu der Leistungsdruck und ehrgeizige Ziele: Stress pur!

An manchen Unis hat man bereits reagiert und stellt den Erstis ältere Studenten zur Seite, die bei der Orientierung helfen und den Neuling ein wenig unter ihre Fittiche nehmen sollen. Sie können den Studienanfänger auch in seinem Lerneifer stoppen, denn erfahrungsgemäß neigen viele dazu, sich unter Leistungsdruck noch mehr Stress zu machen, indem sie sich selber mit ihren gesteckten Zielen überfordern. Wichtig ist es für den Studenten auch, eigene Strukturen zu finden, den Alltag und Lernphasen einzuteilen. Wie viel und wie intensiv jemand lernen muss, ist völlig unterschiedlich, und man sollte sich nicht damit unter Druck setzen und sich mit dem kursbesten Kommilitonen vergleichen. Außerdem sollte immer für Ausgleich für den Stress gesorgt werden: Sport, ein Ehrenamt, Musik machen, künstlerisch tätig werden… jeder kann sein persönliches Geheimrezept zur ultimativen Entspannung finden. Und wenn´s im Zweifelsfall mal nicht so läuft: Wo steht eigentlich geschrieben, dass jeder sein Studium in der Regelstudienzeit schaffen muss? Keine Panik, mit Mitte Zwanzig ist der Zug auf dem Arbeitsmarkt noch lange nicht abgefahren!

(SW)

Eine Antwort auf Erstsemester: Nur nicht zu sehr stressen lassen!

  1. Pr5of. Dr. Kira Klenke sagt:

    ja, es stimmt – ich kann als Professorin an der Hochschule Hannover seit Jahren beobachten, wie sehr sich die Studenden heute selber unter Stress setzten, wie Sie sich bemühen und kämpfen, um ihr Studium gut zu bestehen!
    dabei ist heute wissenschaftlich nachgewiesen, dass weder IQ noch Fleiss entscheidend sind für den Erfolg im Studium!
    Viel wichtiger ist die richtige Strategie: lernen Sie sich selber Ziel zu setzen und zu verfolgen im Studium, das ist z.B. ein wichtiger „Trick“, den aber nur wenige Studneten kennen, weil das (leider!) viel nur selten an der Hochschuile thematisiert wird.

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