Blick über MünchenStudenten auf Wohnungssuche in München sollten eine WG in Betracht ziehen, da ein Zimmer dort im Schnitt 17% günstiger ist als eine eigene Wohnung. Foto: Stephan Bratek / PIXELIO
News | Wohnen
Mittwoch, 10. April 2013

Hohe Mieten auch für Studenten – WG-Zimmer als günstige Alternative

In München und Frankfurt wohnen Studenten am teuersten, wie eine Studie von Immowelt herausfand. Pro Quadratmeter müssen die Studierenden bis zu 16,30 Euro in den Uni-Städten hinblättern. WGs sind eine willkommene Notlösung, um den überteuerten Mieten zu entgehen.

Leipzig, Halle, Bielefeld und Bochum – in diesen Städten können Studenten noch für einen angemessenen Preis wohnen. Hier variieren die Preise für eine Single-Wohnung zwischen 6,20 Euro/m² und 7,10 Euro/m². Anders sieht das in den Städten wie Frankfurt und München aus: In München etwa liegen die Kosten pro Quadratmeter bei 16,30 Euro, in Frankfurt müssen die Studenten 14,80 Euro/m² für eine Einzimmerwohnung in Kauf nehmen.

Bei den Mietpreisen handelt es sich um Angebotspreise neu zu vermietender Wohnungen, die zwischen September 2012 und Februar 2013 auf Immowelt veröffentlicht wurden. Dabei wurden die Mieten von Single-Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern Wohnfläche und WG-Wohnungen mit einer Fläche von 80 bis 120 Quadratmetern verglichen. Für die Studie wurden alle deutschen Universitätsstädte mit mehr als 20.000 Studierenden untersucht.

Hohe Wohnkosten als Nachteil vieler prominenter Uni-Städte

Zwar müssen die Studenten in fast allen Bundesländern keine Studiengebühren mehr zahlen, doch reißen die teuren Mieten ein tiefes Loch in die Geldbörse der jungen Menschen. Zudem werden diese Preise nicht nur in Metropolen wie München oder Frankfurt, sondern auch für viele kleinere Universitätsstädte aufgerufen. So verlangen Vermieter in Freiburg und Heidelberg pro Quadratmeter 12,60 Euro und auch Erlangen liegt mit einem Quadratmeterpreis von 12,40 Euro über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,90 Euro/m².

Mietersparnis von bis zu 31% durch WG-Zimmer

Für Studenten und junge Menschen werden diese Preise langsam zu einem Problem – nicht jeder kann sich diese Mieten leisten. Deswegen greifen Studenten vermehrt auf klassiche Wohngemeinschaften zurück, statt in die eigenen vier Wände zu ziehen. In Städten wie Karlsruhe, Erlangen, Trier oder auch Gießen ist die Mietersparnis durch eine WG am größten, während Studenten, die ein WG-Zimmer in Düsseldorf mieten möchten, ihre Entscheidung noch einmal überdenken sollten. In der Stadt am Rhein ist es nahezu egal, ob Studenten eine eigene Wohnung beziehen oder in einer WG leben. Der Quadratmeterpreis liegt hier in beiden Fällen bei 10 Euro pro Quadratmeter.

Doch es muss nicht immer teuer sein, wie anhand von Städten wie Leipzig, Halle, Bochum und Bielefeld deutlich wird. Für ein WG-Zimmer müssen Studenten in diesen Städten unter 6 Euro pro Quadratmeter zahlen. Die Preise für Single-Wohnungen sind mit unter 7 Euro pro Quadratmeter auch noch sehr human. Im bundesweiten Vergleich lässt es sich am günstigsten in Leipzig wohnen. Im Durchschnitt zahlen dort Studenten in einer WG pro Quadratmeter 5,30 Euro, eine eigene Wohnung ist im Schnitt für 6,20 Euro/m² zu haben.

(Redaktion)

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