StudentenMinderjährige müssen mit Hindernissen an der Uni rechnen - und auch die hat einige Probleme. Foto: Stormfighter / wikimedia / cc-by 3.0
News | Studium
Donnerstag, 16. Oktober 2014

Minderjährige Studenten: Hindernisse für Studenten an der Uni

G-8 macht es möglich, anstatt sich als frischgebackener Student von seinen Eltern abkapseln zu können, sind minderjährige Studenten von ihnen abhängig.

Durch das Abitur nach zwölf Schuljahren, sind einige frischgebackene Abiturienten noch unter 18 Jahren. Wer sich nicht an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder einem ähnlichen Zwischenstopp versucht, ist bei Studienbeginn oft noch minderjährig. Erstsemester stellt man sich als feierwütige Partymenschen vor, die ihr Leben richtig auskosten und alles auf eigene Faust erkunden. Dieser Lebensstil kommt für minderjährige Studierende nicht infrage. Schließlich sind sie noch nicht voll geschäftsfähig und somit von ihren Eltern abhängig. Wer ausziehen will, braucht die Erlaubnis seiner Eltern. Diese sind dann sowohl unterhaltspflichtig als auch haftbar, für eventuelle Schäden oder Mietrückstände.

Diese Unselbstständigkeit stellt eine Herausforderung für die ohnehin schon ausgelasteten Universitäten dar. Schließlich dürfen Minderjährige eigentlich nicht einmal ihren Bibliotheksausweis auf eigene Faust beantragen. Zwischen 3.000 bis 4.000 der Erstsemester, die in diesem Wintersemester ihr Studium aufnehmen, sind unter 18 Jahren alt. Damit ist die Zahl der minderjährigen Erstsemester seit 2011 beträchtlich angestiegen. Damals waren es laut Statistischem Bundesamt noch rund 1300 Studierende. Für jeden Antrag, ob Immatrikulation oder eigene Wohnung, brauchen Minderjährige eine Einwilligung. Viele Dinge, die zwar lästig und aufwendig sind, Studierende aber selbst regeln, verlangen nun den Segen der Eltern.

Die Lösung ist eine Generalvollmacht

Die Universitäten müssen auf diese Situation reagieren. Viele lösen dies mit einer Generalvollmacht, die, die Eltern zu Beginn des Studiums ausstellen. Da die Universitäten nicht mehr nur mit Studierenden, sondern auch mit ihren Eltern zu tun haben, gibt es spezielle Elternangebote. Es gibt Campusführungen und Infoveranstaltungen – speziell für Eltern. Einiges lässt sich so regeln. Einen Cocktail auf der Uniparty gibt es für Minderjährige trotzdem nicht. Genauso wenig, wie eine Party nach 24 Uhr.

(Redaktion)

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