Die Nachfrage nach Master-Plätzen steigt, aber das Angebot kommt nicht hinterher. Foto: Henry Klingberg  / PIXELIODie Nachfrage nach Master-Plätzen steigt, aber das Angebot kommt nicht hinterher. Foto: Henry Klingberg / PIXELIO
News | Studium
Montag, 6. Mai 2013

Nachfrage nach Master-Studienplätzen wächst weiter

Die Nachfrage nach Master-Studienplätzen steigt ungebremst weiter, wie eine neue Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zeigt. Die hohe Nachfrage könnte in den kommenden Jahren das Angebot an den deutschen Hochschulen deutlich übersteigen.

Wer anschließend an sein Bachelor-Studium einen Master dranhängen möchte, für den stehen die Chancen schlecht. Wie eine Modellrechnung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt, wird die Nachfrage nach Master-Studienplätzen in den kommenden Jahren deutlich ansteigen, während das Angebot weiterhin hinterherhinkt.

Für ihre Rechnung haben die Forscher des CHE drei unterschiedliche Annahmen entworfen. Die verschiedenen Szenarien gehen davon aus, dass entweder jeder Zweite, gut zwei Drittel oder 85 Prozent der Bachelor-Absolventen in Deutschland ein Master-Studium anstreben.

Den Berechnungen zufolge wird die Nachfrage nach Master-Plätzen kontinuierlich ansteigen. Demnach wird der Höhepunkt im Jahr 2016 erreicht, wenn zwischen 175.000 und 265.000 Bachelor-Absolventen ein Master-Studium aufnehmen wollen. Bund und Länder haben diesen erheblichen Anstieg bislang nicht kommen sehen, gab es im Jahr 2011 doch nur 113.337 Anfänger in den Master-Studiengängen.

Viele bekommen keinen Master-Studienplatz

Im dargestellten Szenario von CHE Forschern müssten dann 36.000 Bachelor-Absolventen auf das von ihnen angestrebte Master-Studium verzichten. Dieses Ergebnis lässt den Druck auf die Bundesregierung deutlich wachsen, schließlich gilt für viele Berufe erst der Erwerb eines Master-Titels als ausreichende Qualifikation.

Allerdings besteht auch die Hoffnung, dass ein Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt dazu führen könnte, mehr Bachelor-Absolventen einen sofortigen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und so auf den hart umkämpften Master-Studienplatz zu verzichten. Gleichzeitig sollen weiterbildende Master-Angebote ausgebaut werden, um auch nach dem Berufseinstieg als Bachelor-Absolvent einen solchen Abschluss erlangen zu können.

(Redaktion)

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