So lernt man für KlausurenWie lerne ich richtig für eine Klausur? © olly - Fotolia.com
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Donnerstag, 11. September 2014

Richtiges Lernen will gelernt sein!

Eines steht fest: Wer für eine Klausur lernt, muss anders lernen als für eine Klassenarbeit: Reichte es während der Schulzeit noch aus, das Mathebuch in der Nacht vor der Prüfung unter das Kopfkissen zu packen, damit die Formeln auf wundersamer Weise ins Gedächtnis wandern, muss man heute für Klausuren ganz andere Lernmaßnahmen ergreifen. Doch mithilfe von einigen Lern-Tricks kann man auch diese Herausforderung erfolgreich meistern.

1. Regel: Am Tag lernen

Wer effektiv lernen möchte, der sollte wissen: Ein Gedächtnis funktioniert weder, wenn man die Nächte durchlernt statt durchschläft, noch kann man sich besser konzentrieren, wenn man statt einer ausgewogenen Ernährung auf Kaffee und Nikotin setzt. Daher gilt die Regel: Immer auf ausreichend Schlaf achten, gut zum eigenen Körper sein und genug Zeit zum Lernen einplanen. Das menschliche Gehirn ist nicht mehr als sechs Stunden am Tag aufnahmefähig. Für den Durchschnittsmenschen liegen diese Zeiten zwischen 9 und 12 Uhr und zwischen 15 und 18 Uhr. Natürlich kann es auch hier immer wieder Abweichungen geben, allerdings sind Nachtmenschen die absolute Ausnahme.

2. Regel: Finde deinen Arbeitsplatz

Um effektiv lernen zu können, sollte man auch einen Raum haben, in dem man konzentriert pauken kann. Für viele Studenten ist das, der Schreibtisch im eigenen Zimmer oder der Tisch in der Bibliothek. Unabhängig davon, wo man lernt, sollte man allerdings immer die Raumtemperatur checken: Denn Wärme macht müde! Kühle Temperaturen wirken hingegen belebend und frische Luft bringt zusätzlich das Gehirn auf Hochtouren. Das Gleiche gilt ebenso für Licht: Man sollte nicht mit weniger als 60 Watt lesen.

3. Regel: Feste Rituale

Bei Lernmotivations-Problemen helfen feste Rituale. Dazu zählen zum Beispiel der Lern-Markierstift, der Lern-Pulli, die Lern-Kaffeetasse – alles, was ausschließlich beim Lernen benutzt wird. Denn das programmiert das Gehirn und signalisiert so „Arbeit“.

4. Regel: Lass dich nicht ablenken

Wer konzentriert lernen möchte, darf sich nicht von äußeren Einflüssen ablenken lassen. Bedeutet: Handy aus, Email-Programm aus – alles, was auch nur den Ansatz von Ablenkung ausstrahlt, gehört für ein konzentriertes Lernen ausgeschaltet.

5. Regel: Motiviere dich selbst

Statt zu sagen „Ich muss lernen“, sollte man lieber sagen „Ich will lernen“. Das geht, indem man sich klar definierte Etappenziele setzt. Wenn diese erst einmal erreicht sind, verspürt man auch schnell ein Erfolgserlebnis, das einen weiter anspornt. Zudem sollte man sich, sobald die ersten Etappenziele erreicht sind, selbst belohnen – zum Beispiel mit einem Kino- oder Theaterbesuch mit Freunden.

6. Regel: Das richtige Zeitmanagement

Die gesamte Lernzeit kann in vier Phasen unterteilt werden:

  1. Vorbereitungsphase: Hier werden Bücher besorgt, es wird sich über mögliche Prüfungsfragen informiert, Skripte sortiert sowie Sprechstunden mit dem Professor vereinbart.
  2. Hauptphase: Hier wird ausschließlich gelernt.
  3. Wiederholungsphase: Hier wird das Gelernte noch einmal wiederholt.
  4. Überprüfungsphase: Hier wird noch einmal kontrolliert, ob das Gelernte auch wirklich verinnerlicht wurde.

7. Regel: Zeitplan schriftlich festhalten

Alle festen Termine sollten schriftlich festgehalten werden, zum Beispiel Vorlesungen oder Seminare. Zudem sollten auch die geplanten Lernzeiten übersichtlich in einen Tageskalender eingetragen werden. Auch Lernpausen sollten notiert werden. Sie sind nicht überflüssig, sondern notwendig, um das Erarbeitete abzuspeichern.

Allerdings gibt es unterschiedliche Arten von Pausen:

  1. Verständnispausen: Von ein bis fünf Minuten, in denen das Gelesene abspeichert wird und Zusammenhänge klar gemacht werden.
  2. Zwischenpausen: Von 15 bis 20 Minuten, um nach ein bis anderthalb Stunden intensiven Lernens zu entspannen. Nach einer intensiven Lernzeit sollte man in dieser Pause einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft machen, etwas essen und trinken.
  3. Erholungspausen: Von einer Stunde sind angebracht, nachdem man eine drei- bis maximal vierstündige Lernzeit hinter sich hat. In dieser Zeit bietet sich ein entspanntes Mittagessen an.
(Redaktion)

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