Absolventen aus bildungsärmeren Schichten haben die gleichen beruflichen Chancen wie Berufseinsteiger aus Akademiker-Familien. Foto: CollegeDegrees360 / flickr.com / CC BY-SA 2.0Absolventen aus bildungsärmeren Schichten haben die gleichen beruflichen Chancen wie Berufseinsteiger aus Akademiker-Familien. Foto: CollegeDegrees360 / flickr.com / CC BY-SA 2.0
News | Jobs
Mittwoch, 24. April 2013

Soziale Herkunft hat keine Auswirkungen auf beruflichen Erfolg

Das gängige Vorurteil, dass Berufseinsteiger aus sozial schwächeren Schichten es bei gleicher Qualifikation schwerer hätten als Kinder von Akademikern, ist nun in einer aktuellen Studie der Universitäten Köln und Mannheim widerlegt worden. Allerdings wirkt sich die soziale Herkunft auf die Wahl des Studienfachs aus.

Die soziale Herkunft wirkt sich nicht auf den Erfolg des Berufseinstiegs nach einem Studium aus. Eine aktuelle Studie der Universitäten Köln und Mannheim ergab, dass Nicht-Akademikerkinder keine Nachteile beim Berufseinstieg haben. Die Studie der beiden Universitäten basiert auf den Daten des Hochschul-Informations-Systems (HIS) der Jahrgänge 1997 und 2001. Insgesamt wurden dabei die Daten von 8.218 Uniabsolventen ausgewertet.

Studienfach ausschlaggebend für beruflichen Erfolg

Ausschlaggebend für die Karriere ist laut der Studie die Wahl des Studienfachs. Kinder aus Akademikerhaushalten verdienen später nicht mehr als Kinder von Eltern ohne Hochschulabschluss. Entscheidend hierfür ist allerdings die gleiche Qualifikation. Die Studie der Universitäten ergab, dass Akademikerkinder häufig besserbezahlte Berufe wählen als Kinder aus bildungsärmeren Familien. Gehaltsunterschiede können also auch daran liegen, dass in Ingenieurs- und Wirtschaftsberufen die Bezahlung im Schnitt deutlich höher ist als etwa bei Geisteswissenschaftlern.

Aus diesem Grund verdienen Akademikerkinder durchschnittlich mehr als Kinder aus anderen Familien, da sich Akademikerkinder häufiger für Berufe mit höherer Bezahlung, wie zum Beispiel Medizin, entscheiden. Die soziale Herkunft spielt somit zwar beim Berufseinstieg und bei der Bezahlung keine Rolle, dafür ist die Wahl des Studienfachs von großer Bedeutung.

Auch Aufstiegschancen hängen mit Studienwahl zusammen

In Führungspositionen gelangen Kinder aus Familien, in denen die Eltern einen Hochschulabschluss haben, nicht leichter als andere, zumindest bei gleicher Qualifikation. Aber auch hier spielt die Berufswahl eine große Rolle. Ein Absolvent der Geisteswissenschaften hat viel geringere Chancen, in seiner Karriere eine Führungsposition zu ergattern. Allerdings gibt es einige Berufsfelder, in denen Akademikerkinder Vorteile gegenüber ihren Mitstreitern haben: Die Studie ergab, dass Juristen, Mediziner und Pharmazeuten aus, Akademikerfamilien leichter in Führungspositionen gelangen als Personen sozial schwächeren und bildungsarmen Haushalten. Ausschlaggebend für die Karriere ist und bleibt also die Wahl des Studienfachs.

(Redaktion)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *