Studienkredite: Belastung oder Chance? / Foto: pixabay.comStudienkredite: Belastung oder Chance? / Foto: pixabay.com
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Donnerstag, 6. August 2015

Studienkredite: Belastung oder Chance?

Es hört sich an wie ein Traum. Man muss nicht arbeiten, muss seinen Eltern nicht den letzten Cent aus der Tasche ziehen und hat trotzdem genügend Geld zum Leben.

Studierende haben die Möglichkeit spezielle Kredite anzunehmen und so ihr Studium sowie ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Schon einmal vorweg genommen, die Qualität von Studienkrediten ist insgesamt gut. Das hat der Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung ergeben. Es wurden Zugang, Kapazität, Kosten, Risiken und Flexibilität der Angebote getestet. Ein Nachteil bei allen Studienkrediten: Wer abbricht, hat Pech. Meist werden die Zahlungen bei der Exmatrikulation eingestellt und bei einigen Anbietern muss das Darlehen sofort zurückgezahlt werden. Auch bei einer Wiederaufnahme des Studiums oder einem Fachwechsel ist eine weitere Förderung oft nicht möglich. Bafög oder Stipendien sind deshalb meist die bessere Wahl. Dennoch haben Studienkredite auch Vorteile. Als Ergänzung zu einer anderen Finanzquelle oder als Einkommensquelle während der Abschlussarbeit eignen sich die meisten Angebote gut. Der Studienkedit-Test ergab allerdings, dass für eine langfristige Finanzierung ein Kredit eher ungeeignet ist. Um wirklich die besten Konditionen für die eigene Ausgangslage zu finden, sollten verschiedene Angebote eingeholt werden und auch die Finanzberatung des Studierendenwerks hilft bei der Entscheidung.

Am besten schnitt das Angebot der Sparkasse Herford ab. Der Anbieter erhielt in allen Kategorien Bestnoten. Spitzenergebnisse in vier der fünf Kategorien erhielten der Brain Capital LL.M. Bildungsfonds und der MBA-Bildungsfonds. Ebenfalls der Studienkredit von Career Conzept, der apoStudienkredit sowie der Bildungskredit des Bundesverwaltungsamtes. Der am meisten nachgefragte Kredit der KfW-Bank hat hingegen Punkt wegen relativ hoher Zinsen und der maximalen Auszahlungssumme von 650 Euro pro Monat abgezogen bekommen.

(Redaktion)

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