bücherViele Studenten sind dem Lernstress nicht gewachsen und leiden zunehmend unter psychischen und physischen Erkrankungen. Foto: Benjamin Klack / PIXELIO
News | Studium
Montag, 7. Januar 2013

Turbo Ausbildung auf Kosten der Gesundheit

Immer mehr Studenten erkranken am Burn-out-Syndrom. Die psychologischen Berater der Hochschulen beklagen, dass viele Studenten völlig erschöpft und gestresst sind.

Junge Studenten neigen zur Überlastungen und zur psychischen Erschöpfungen. So gaben 36 psychologische Berater von Studentenwerken in 14 Bundesländern in einer Umfrage an, dass Bachelor- und Masterabschlüsse immer mehr Studenten unter Druck setzen.

Experten beobachten eine Tendenz zur Überlastung sowie zur psychischen Erschöpfung bei Studenten. Sie sprechen gar von einem deutlichen Anstieg von Burn-out in den vergangenen fünf Jahren.

Gründe für den Dauerstress sind unter anderem der straffe Studienplan, verschärfte Prüfungs- und Studienordnungen sowie der gesellschaftlich und individuell sehr hohe Leistungsdruck. Die Konsequenzen für den einzelnen Studenten sind Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie psychosomatische Beschwerden bis hin zu Angstzuständen und Depressionen.

Psychologen versuchen in ihren Beratungen aufzudecken, was Auslöser für den Stress ist. Ursachen sind beispielsweise Das Studium in der Regelstudienzeit schaffen zu müssen, nur hervorragende Noten zu schreiben und täglicher Lernstress.

Mehr Zeit für sich selbst

Es ist wichtig einen Ausgleich neben dem Studium zu finden. Wer entgegnet, er habe keine Zeit für ein Hobby oder den Kinoabend mit Freunden, der sollte eine Woche lang seine Zeit besonders im Auge haben. Was folgt ist meistens ein Aha-Erlebnis. So denken viele Studenten oft, dass sie keine Zeit haben; tatsächlich sind sie aber einfach nur damit beschäftigt, ihre Zeit einzuteilen, Aufgaben aufzuschieben und neue Pläne zu machen.

Experten raten einen Arbeitsplan fürs ganze Semester aufzustellen. So können Stoßzeiten vor den Prüfungen vermieden werden. Außerdem helfe es, beim Lernen Prioritäten zu setzen. Außerdem ist es wichtig sich immer wieder Zwischenziele zu setzen, dass stärkt die Motivation und bekräftigt den Erfolg.

Die Studenten müssen vor allen Dingen darauf achten, dass noch neben dem Studium, der Familie und der Beziehung, genügend Zeit für sie selbst bleibt. Wird dieses Bedürfnis missachtet, kommt es nicht selten zu Folgeerkrankungen psychischer und physischer Art. Besonders geeignet um Stress abzubauen sind laut Experten, Beschäftigungen bei denen der Kopf „ausgeschaltet“ ist. So bietet zum Beispiel Singen einen optimalen Ausgleich. Aber auch joggen und regelmäßige Saunagänge dienen nicht nur der Erholung sondern stärken auch die Gesundheit.

(Redaktion)

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