Johanna Wanka ist neue Bildungsministerin.Johanna Wanka ist neue Bildungsministerin. Foto: Axel Hindemith / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de
News | Hochschulen
Freitag, 22. Februar 2013

Wanka neue Bildungsministerin

Nach einer längeren Hängepartie ist Bundesbildungsmisterin Annette Schavan (CDU) zurückgetreten. Letztlich haben die Plagiatsvorwürfe hinsichtlich ihrer Dissertation und die Aberkennung des Doktortitels zu diesem Schritt geführt. Nach der Annahme des Rücktritts präsentierte Bundeskanzlerin Angela Merkel auch gleich die neue Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU), bisher vielen eine Unbekannte.

Johanna Wanka ist allerdings auf ihrem Fachgebiet keine Unbekannte. Sie studierte von 1970 bis 1974 in Leipzig Mathematik und war danach Dozentin, später Professorin an der Fachhochschule Merseburg. 1994 wurde sie Rektorin der Hochschule Merseburg, ein Amt, das sie sechs Jahre lang ausübte. 2000 wechselte sie in die Politik und übernahm das Amt der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, und von 2010 bis 2013 war sie Ministerin für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen.

Ihren ersten Auftritt vor den Journalisten absolvierte sie am Donnerstagmittag nach ihrer Ernennung zur Bundesministerin für Bildung und Forschung in Berlin. Zunächst ging sie kurz auf die Arbeit ihrer Vorgängerin ein und verwies auf die durch sie erreichte Verdoppelung der Mittel, die der Bund den Hochschulen zur Verfügung stellte. Sie wolle die Politik von Schavan fortsetzen und für eine enge Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungspolitik eintreten. Eine so reiche Nation wie Deutschland müsse jedem einen Bildungsweg ohne Berücksichtigung seiner sozialen Herkunft ermöglichen.

Allerdings vermissten die Journalisten in der ersten Stellungnahme konkrete Antworten auf offene Fragen. So ging sie nicht darauf ein, ob der Bund seine Mittel für die Hochschulen weiter aufstocken werde und auch zur fälligen Erhöhung beim BAfög sagte sie nichts. Auch zum Thema Studiengebühren bezog sie nicht Stellung. Fragen der Journalisten waren allerdings nicht zugelassen. Diese bleiben der Pressekonferenz der neuen Ministerin am nächsten Donnerstag nach ihrer Vereidigung im Bundestag vorbehalten.

Immerhin sechs Monate hat die neue Ministerin Zeit, um Akzente zu setzen. Dann steht die Bundestagswahl an. Die Niedersachsenwahl ging verloren, und damit das Ministeramt für Wanka – wird die Bundestagswahl im November ebenso enden?

(Redaktion)

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