WG-Mieten sind in vielen Studentenstädten deutlich teurer geworden.WG-Mieten sind in vielen Studentenstädten deutlich teurer geworden. Foto: www.Clearlens-images.de / PIXELIO
News | Wohnen
Mittwoch, 20. November 2013

Was Studenten-Zimmer in Deutschland kosten

Dass Studenten chronisch knapp bei Kasse sind und sich häufig mit Studentenjobs ihren Geldbeutel aufbessern, ist nichts Neues. Auch keine wirkliche Neuigkeit ist, dass bezahlbarer Wohnraum für Studenten in den Hochburgen ebenfalls chronisch knapp ist und die Plätze im Studentenwohnheim heiß begehrt sind.

Zum Start des aktuellen Wintersemesters wurde offenbar, dass Studenten immer tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn es um Miete geht. Die Portale Noknok und Immobilienscout24 haben aus diesem Anlass in den bekanntesten Universitätsstädten die Preise verglichen und nachgefragt, was Studenten für ein WG-Zimmer oder eine Wohnung monatlich einkalkulieren müssen. Dabei reichen die Zimmerpreise von rund 200 Euro bis hin zu etwa 500 Euro. Die Analyse ergab, das in den Studentenstädten Wohnraum rund 12 % teurer geworden ist, und das bei einem ohnehin begrenzten Budget der meisten Studenten, die in der Regel von zu Hause unterstützt werden oder sich ihren Lebensunterhalt neben dem Studium verdienen.

Typische Studentenhochburgen beliebt und teuer

Beliebte Studienorte wie München, Frankfurt, Stuttgart, Konstanz, Heidelberg oder Düsseldorf liegen mit Zimmerpreisen um die 350 bis 500 Euro vorne im Ranking. Teuer wird es für Studenten auch in Hamburg, Köln oder Münster. Sogar eine Stadt wie Mainz, die gar nicht zu den klassischen „Studentenhochburgen“ zählt, taucht mit einem durchschnittlichen Preis von 376 Euro für ein WG-Zimmer innerhalb der TopTen der teuersten Städte auf. Grundlage der Preisberechnung ist eine 3er WG mit 80 m² Wohnfläche. Wer keine Lust auf eine WG hat und in eine eigene Wohnung ziehen möchte, muss in Mainz deutlich tiefer in die Tasche greifen. Einer Marktanalyse der F+B kostet eine Mietwohnung in Mainz derzeit im Schnitt 9,30 € pro Quadratmeter und damit circa 16 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Wo Studenten noch günstig wohnen

Erschwinglicher geht es da schon in der Hauptstadt zu oder aber in Städten wie Lüneburg oder Göttingen. Günstig können Studenten dagegen in Duisburg, Marburg oder Magdeburg mit Preisen um die 200 bis 250 Euro. Besonders günstige Mieten können Studenten in Chemnitz erwarten. Generell kann man festhalten, dass die Mieten im Osten sowie in kleineren oder mittelgroßen Städten erschwinglicher sind als in den großen Metropolen oder den gefragten Uni-Städten.

Um verlässliche Daten zu erhalten, haben die Analysten zum Vergleich die Preise für die durchschnittliche Warmmiete pro Person in einer WG für drei Personen und einer Wohnfläche von rund 80 m². Das Portal Noknok wertete etwa 200.000 Wohnungen aus der Immobilienscout24-Datenbank aus und kamen so zu repräsentativen Ergebnissen. Damit haben die Studenten gerade zum Semesterbeginn nicht nur mit dem ohnehin mangelndem Wohnraum zu kämpfen, sondern auch mit hohen Mieten. So ist für viele Studenten eine Alternative, einen lukrativen Nebenjob zum Studium zu finden oder in der ersten Zeit im Elternhaus zu bleiben und möglichst in der Nähe zu studieren.

(Redaktion)

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