Damit die Party ein Erfolg wird.Checkliste für WG-Party - Damit die Party ein Erfolg wird. Foto: Istockphoto
News | Wohnen
Donnerstag, 4. September 2014

Welcher WG-Typ bist du?

In einer WG können die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander prallen: Muttersöhnchen trifft auf Partylöwen oder Plaudertasche auf WG-Phantom – alles ist möglich! Doch wer erst einmal die unterschiedlichsten WG-Typen kennengelernt hat, kann vieles besser verstehen und dadurch auch Konflikte vermeiden.

Der WG-Polizist

Er sieht jeden Krümel, jedes Staubkorn und jeden Wassertropfen auf dem Tisch – natürlich nicht von ihm selbst fabriziert, sondern von einem seiner WG-Mitbewohner. Selbstverständlich wird das sofort geahndet! Er, der WG-Polizist, liebt es Pläne zu schmieden. Er ist auch der Initiator einer sogenannten WG- Hausordnung und hängt sie, ohne mit der Wimper zu zucken, akribisch und rechtwinklig zueinander angeordnet in der Küche auf. Wehe dem, der Putz-Dienst wird von den WG-Mitgliedern nur halbherzig ausgeführt: Der Kontrollfreak überprüft jede Ecke und jeden Winkel – bei ihm muss alles seine Ordnung haben. Wer nicht mindestens genauso pingelig ist wie er, hat es mit ihm ziemlich schwer.

Das Phantom

Auf den ersten Blick erscheint das Phantom als unkomplizierter Mitbewohner, denn man sieht und hört nichts von ihm. Von seiner Existenz zeugen nur minimale Indizien wie die Bartstoppeln im Waschbecken oder ein Stapel leerer Pizzakartons auf dem Flur. Er ist der Typ Mitbewohner, der grußlos durch den Flur huscht und sich ohne einen Ton zu sagen, aus dem Staub macht. Er hält nichts von gemütlichen Kochabenden oder gemeinsam feiern, lieber verputzt er seine Pizza alleine vor dem Fernseher und schaut bis morgens um fünf seine Lieblingsserie – Geselligkeit ist ihm schlicht und ergreifend ein Graus. Nur ein weiterer Einsiedler kann es mit ihm aufnehmen, denn er versteht das Phantom wie kein anderer.

Der Partylöwe

Er liebt Partys und steht grundsätzlich nicht vor 14 Uhr auf: Der Partylöwe! Seinen Uni-Stundenplan passt er den angesagtesten Partys der Stadt an und erscheint grundsätzlich nicht vor 14 Uhr auf dem Campus. Ab Donnerstag ist für den Partylöwen Wochenende angesagt und damit auch sein drei Nächte andauernder Party-Marathon. Wenn seine arbeitenden Mitbewohner ins Bett gehen, beginnt für ihn der Tag. Das bedeutet: Ausgiebiges Vorglühen  und laute Musik! Der Partylöwe kommt nach Hause, wenn es draußen wieder hell wird und dann auch meistens nicht alleine. Zum Leidwesen seiner Mitbewohner, die im Nebenzimmer gerade ihren  Wecker ausgemacht haben, üben er und seine Eroberung in Bettgymnastik – ohne Rücksicht auf Verluste. Doch das Wort „Rücksichtnahme“ kennt der Partylöwe nicht und sollte daher nur mit feierwütigen Erstsemestern in eine WG gesperrt werden.

Der Chaot

Man kennt ihn – doch in der eigenen WG will man ihn nicht wirklich haben. Gemeint ist: Der Chaot – Grauen aller WGs! Er hinterlässt Spuren, egal wohin er geht. Wenn er kocht, bleiben Fettpfützen und Soßenspritzer auf dem Herd zurück. Wenn er die Brotkrümel überhaupt vom Tisch wegwischt, dann auf den Boden. Mit seinen Haaren im Duschsieb könnte man eine Perücke basteln und im Bad machen seine dreckigen Unterhosen dem schiefen Turm von Pisa beinahe Konkurrenz. Sein Zimmer ist zudem übersäht mit Staub und dreckigem Geschirr. Die benutzten Töpfe mit eingetrockneten Essensresten lässt er in der Küche vor sich hingammeln und von einem Putzplan hält er nicht so viel. Wer den Chaoten als Mitbewohner haben möchte, der sollte absolut tolerant, geruchsunempfindlich und ekelresistent sein.

Die Labertasche

Die sogenannte Labertasche wird von Morgenmuffeln gehasst. Sie redet ununterbrochen, während sich die übrigen Mitbewohner noch den Schlaf aus den Augen reiben. Wo ein Anfang ist, ist bei der Labertasche aber auch leider kein Ende: Einmal angefangen, folgen ausgiebige Monologe ohne Punkt und Komma. Danach kommt ihr obligatorisches: „Warum bist du so still?“ bis sie – ohne  eine Antwort abzuwarten – weiter über ihre neueste Disco-Bekanntschaft, ihren Plänen für den Tag und dem neuen Dozenten erzählt. Sie labert und labert und labert. Wer es mit ihr aushält? Schwerhörige Mitbewohner möglicherweise – allen anderen ist eher von ihr abzuraten

Die WG-Glucke

Das Gegenteil vom Phantom heißt: WG-Glucke! Am liebsten hat sie alle Mitbewohner gleichzeitig um sich versammelt. Stets ist sie um die Harmonie und den WG-Frieden bemüht und wünscht sich nichts sehnlicher als drei gemeinsame Mahlzeiten täglich – verpflichtende Teilnahme für alle selbstverständlich. Während die anderen erschöpft von der Uni nach Hause kommen, lauert sie bereits in der Küche am festlich gedeckten Tisch auf ihre Opfer. Die WG ist für sie der perfekte Familienersatz und daher auch ein sehr wichtiger Bestandteil in ihrem Leben. Im Grunde genommen hat die WG-Glucke zwar keinen schlechten Charakter, kann aber auf die Dauer ziemlich anstrengend werden

Das Muttersöhnchen

Er liebt Muttis Kittelschürze und so richtig mag er sich noch nicht von ihr trennen. Das Muttersöhnchen kommt meistens gerade frisch von der Schule oder hat es erst im fortgeschrittenen Stadium seines Studiums geschafft, sich von Zuhause loszureißen. Wobei losreißen in diesem Fall etwas übertrieben ist, schließlich fährt das Muttersöhnchen jedes Wochenende nach Hause – inklusive einem riesigen Wäscheberg im Gepäck und leeren Tupperschüsseln. Arbeiten muss der Kleine natürlich auch nicht, das Studium finanzieren nämlich Mami und Papi. Im WG-Alltag geht der Gute leider ziemlich unter: Denn kochen, putzen und waschen – musste er im „Hotel Mama“ nie. Auch WG-Abende geht er lieber aus dem weg, stattdessen telefoniert er mit Mutti und bespricht seine Essenswünsche für das nächste Wochenende. Das Muttersöhnchen ist ein schwer vermittelbarer Kandidat. Doch mit der WG-Glucke könnte er Glück haben: Im besten Fall ist sie bereit, sich seiner anzunehmen und ihm auf dem langen Weg in die Selbstständigkeit unter die Arme zu greifen.

(Redaktion)

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