WG-LebenEine WG bedarf viel Arbeit, damit sie ein Ort zum Spaß haben wird. Foto: cocoinzenl / wikimedia / cc-by-sa 2.5
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Dienstag, 16. September 2014

WG – Himmel oder Hölle? Was tun, wenn der Haussegen schief hängt?

In einer WG ist es wie in einer Beziehung: Sie bedarf großer Pflege, stellt einen vor vielen Herausforderungen und kann einem oft den letzten Nerv kosten. Doch wenn man sich ihr annimmt, Zeit investiert und Kompromisse eingeht, kann eine WG das Beste sein, was einem passieren kann.

Bis das allerdings der Fall ist, helfen einige Tipps und Tricks den WG-Frieden wieder oder erstmals herzustellen: Klar ist – je größer die WG, desto mehr Vorstellungen prallen aufeinander. Das bedeutet, dass auch mehr Konfliktpotenzial vorhanden ist. Um Ärger oder gar lautstarke Auseinandersetzungen zu vermeiden, können die WG-Mitglieder eine Hausordnung aufstellen. Hier können alle Mitbewohner Vorschläge einbringen und eine Grundlage für ein friedliches Zusammenleben schaffen.

Besonders eignet sich eine solche Hausordnung, wenn es sich bei den WG-Bewohnern um enge Freunde handelt. Oft ist es nämlich der Fall, dass der eine Freund sich mehr um den Haushalt kümmert, als der andere. Hier entsteht ein ungerechtes Verhältnis, das sich zwar einige Wochen ertragen lässt, doch auch ein Ordnungsfanatiker putzt nicht ewig seinem besten Freund hinterher.

Irgendwann staut sich der Frust über den Staub auf der Fensterbank oder dem dreckigen Geschirr dermaßen an, dass dem „Putzwirbel“ der Kragen platzt und er seinem „Drecks“-Freund ordentlich die Meinung geigt. Aber eine Freundschaft wegen rumstehendem Geschirr aufs Spiel zu setzen, will eigentlich keiner. Eine Hausordnung stellt daher die beste Lösung für dieses Problem dar: Hier können Regeln klar formuliert und somit auch Stress vermieden werden.

Doch festgelegte Regeln eignen sich nicht nur für WGs, die aus Freunden bestehen, sondern auch für Zweck-Wohngemeinschaften. Bei dieser Form des Zusammenlebens sind feste Strukturen besonders wichtig, denn in einer Zweck-WG leben die Bewohner ausschließlich aus praktischen Gründen zusammen. Das freundschaftliche Verhältnis fehlt in dieser Beziehung und es fällt somit auch schwerer, Konflikte anzusprechen und sie gemeinsam zu lösen.

Für WGs, die leidenschaftlich gerne diskutieren und in der sich grundsätzlich immer jemand ungerecht behandelt fühlt, bilden festgelegte WG-Maßnahmen einen guten Weg aus den Streitigkeiten und Diskussionen. Eine Hausordnung spart auch in diesem Fall wieder viel Zeit und Nerven.

Doch bei all den festgelegten Putz- und Abwaschplänen ist es auch wichtig, dass man sich mit seinen Mitbewohnern eine gewisse „Quality-Time“ gönnt. Ob sonntägliche Nachmittage bei Kaffee und Kuchen oder gemeinsame Kochabende – diese Zeit gehört ausschließlich den WG-Bewohnern und sollte ebenfalls in der Hausordnung festgelegt sein.

(Redaktion)

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