Zulassungsbedingungen und Tests fürs Studium

Die Zulassung zum Traumstudiengang ist heutzutage gar nicht so einfach, denn immer mehr Hochschulen fordern neben bestimmten Voraussetzungen auch Auswahltests sowie spezielle Bewerbungsverfahren.

In der heutigen Zeit reicht allein die Abiturnote für die Zulassung zum Studium meistens nicht mehr aus. Zusätzlich werden bestimmte Sprachkenntnisse, analytisches Denkvermögen oder ein breites Allgemeinwissen verlangt. Diese Auswahltests sind an vielen Hochschulen gang und gäbe und sind je nach Studienrichtung unterschiedlich.

Kosten

Immer mehr Hochschulen führen solche Auswahlverfahren ein, jedoch wird dabei oft nicht an die Kosten gedacht. Die Planung, Durchführung und Auswertung von Tests mit mehreren Hundert Teilnehmern kosten sowohl Zeit als auch Geld. Teilweise müssen sogar die Studienanwärter für einen bestimmten Betrag sogar selbst aufkommen, dies kann aber von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein. In Berlin liegt die Grenze für Bewerbungsgebühren laut Hochschulzulassungsgesetz beispielsweise bei 25 Euro.

Vorbereitung

In erster Linie müssen solche Tests auf das Studienfach abgestimmt sein. Medizinanwärter müssen zum Beispiel räumliches Vorstellungsvermögen sowie naturwissenschaftliches Wissen unter Beweis stellen, Psychologiebewerber benötigen unter anderem psychologisches Textverständnis und bei Geschichtsstudiengängen werden historische Kenntnisse geprüft. Um sich für einen Test vorzubereiten, gibt es die Möglichkeit aus dem Internet Vorbereitungsbroschüren herunterzuladen. Die Bundesagentur für Arbeit bietet Tests an, die allgemeinere Fragen sowie spezifische Fächerfragen aufzeigen. Doch auch kommerzielle Anbieter bereiten Studienbewerber auf Auswahltests vor: In Seminaren, die aber auch zum Teil sehr kostenintensiv sind, werden dann Prüfungen nachgeahmt und ausgewertet um die Bewerber optimal auf einen Zulassungstest vorzubereiten.

Bewerber mit den besten Abiturnoten brauchen übrigens nicht an diesen Tests teilzunehmen, da für sie ohnehin eine bestimmte Anzahl an Plätzen reserviert ist. Alle restlichen Bewerber können mit den Auswahltests ihre Abiturnoten um einiges verbessern und so die Chance auf den Studienplatz erhöhen. In Studiengängen mit mehreren Hundert Anwärtern kann ein gutes Testergebnis also entscheidend für die Zulassung sein.

Beispiel Medizin

Für den immer noch heiß begehrten Medizinstudiengang gibt es bundesweit einen Numerus clausus von etwa 1,4, weil es jedes Semester immer mehr Bewerber gibt. Im Wintersemester 2009/10 wurden viermal mehr Bewerber für ein Medizinstudium verzeichnet, als freie Plätze zur Verfügung standen. Einige Hochschulen führen zusätzlich zum Auswahlverfahren den Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) durch.

Die ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) vergibt im Fachbereich Medizin etwa ein Fünftel der Plätze nach der Abiturnote der Anwärter, sowie rund 20 Prozent der Plätze an die Bewerber mit den meisten Wartesemestern. Die restlichen Plätze werden von den Hochschulen selbst vergeben. Natürlich sollte man für ein Medizinstudium gute naturwissenschaftliche Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik besitzen sowie ein medizinisches Grundverständnis.

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