Die Zweitwohnsitzsteuer

Ist die richtige Hochschule gefunden, heißt es im nächsten Schritt: Wohnung suchen, umziehen und sich bei den Behörden anmelden. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob die neue Bleibe als Haupt-oder Nebenwohnsitz anzumelden ist, denn in vielen Städten und Gemeinden wird eine Zweitwohnsitzsteuer verlangt. Auch wenn diese unterschiedlich hoch ausfallen kann, stellt sie in jeden Fall eine Belastung des ohnehin knappen Studentenbudgets dar.

Die Zweitwohnsitzsteuer ist eine kommunale Aufwandsteuer, die von den jeweiligen Städten und Gemeinden erhoben wird. Zur Kasse gebeten werden diejenigen, die sich sozusagen den „Aufwand“ leisten können, zwei Wohnungen zu haben. Meldet man nach einem Umzug seinen Nebenwohnsitz zum Beispiel weiterhin bei den Eltern, wird die Zweitwohnsitzsteuer fällig, sofern sie denn in der Stadt oder Gemeinde erhoben wird. Der zweite Wohnsitz wird hierbei als „Luxus“ angesehen, für den man bezahlen soll, nicht als Notwendigkeit. Gerade für Studenten ist es ratsam nur einen Hauptwohnsitz zu haben, da auch sie trotz des geringen Einkommens voll belastet werden können.

Erhoben wird die Zweitwohnsitzsteuer auf die jährliche Nettokaltmiete des Nebenwohnsitzes. Beläuft sich die Steuer in einer Stadt zum Beispiel auf 10 Prozent, werden bei einer Wohnung mit 200 Euro Kaltmiete jährliche 240 Euro Zweitwohnsitzsteuer fällig. In wenigen Städten werden zudem nach bestimmten Kriterien gestaffelte Steuersätze erhoben.

Die Zweitwohnsitzsteuer lässt sich umgehen, indem man seinen Hauptwohnsich nach dem Umzug einfach ummeldet. Allerdings ist bei vielen eine Meldung beim elterlichen Wohnsitz aus versicherungstechnischen Gründen nötig.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.